Startups mit Gesellschaftsverantwortung schaffen

Startups mit Gesellschaftsverantwortung schaffen - © FHWS/Wolfram Weinhold

"Mainfranken braucht mehr Unternehmer*innen!", sind sich Vertreter der IHK und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt einig. Zum Jahresauftakt machten beide Partner „Social Entrepreneurship“ (soziales Unternehmertum) und „Impact-Start-Ups“ (Startups, die ein gesellschaftliches oder ökologisches Problem erfolgreich lösen möchten) unter anderem zum Thema in der ersten Unternehmensethikvorlesung in 2020. Dr. Sascha Genders, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, referierte hierzu zum Thema „Corporate Social Responsibility & Unternehmensverantwortung in Mainfranken" an der FHWS. Der Vortrag ist Teil der Verantwortungspartnerschaft, die FHWS und IHK gemeinsam mit der Region Mainfranken GmbH, der Universität Würzburg sowie der Handwerkskammer für Unterfranken initiiert haben, um Unternehmensverantwortung in Unterfranken zu fördern.

Wie wichtig es ist, den Nährboden für verantwortungsvolle Unternehmen und die ehrbaren Kaufleute der Zukunft zu setzen, machte Dr. Genders anhand von Zahlen deutlich: Bereits heute kommen auf jeden potenziellen Unternehmer statistisch lediglich 0,6 Nachfolger. Zugleich gebe es heute aufgrund diverser Gründe deutlich weniger Neugründungen als vor einigen Jahren. „Wir laufen Gefahr, dass ohne entsprechende Gründungskultur unser Mittelstand erodiert", so Dr. Genders. Zugleich zeige nicht zuletzt das aktuelle politische Engagement vieler junger Menschen, dass diese die Zukunft mitgestalten möchten. „Warum also nicht diese Potenziale für neue, innovative Geschäftsmodelle nutzen, indem wir heute die Welt durch unternehmerische Ansätze fit für die Zukunft machen und zugleich die Gründungsdynamik steigern?!"

Der Würzburger Wirtschaftsethiker Professor Dr. Harald Bolsinger pflichtete Dr. Genders in seiner Vorlesung bei und zeigte auf, dass „geistreiche Visionärinnen und Visionäre – Founders for Future – die Welt mit erfolgreichen neuen Unternehmen positiv verändern können." Anhand eines neuartigen Vorgehensmodells, das zukünftig in der Lehre und als Anregung für Abschlussarbeiten zum Einsatz kommt, zeigte er auf, dass ein „Lean Startup“ (eine Unternehmensgründung mit schlanken Prozessen) mit „Deep Impact“ (Tiefenwirkung) auch an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der FHWS vorgedacht werden kann (siehe Publikation an der FHWS: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:863-opus-17977). Gemeinsam wolle man 2020 im Rahmen der Verantwortungspartnerschaft für Mainfranken Studierende verstärkt zu verantwortungsbewussten Gründungen inspirieren.

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