Grün im Blick: Gemeinsam fürs Klima

Grün im Blick - Gemeinsam fürs Klima - © Adobe Stock

Das Pariser Klimaschutzabkommen aus dem Jahr 2015 ist eindeutig: 197 Mitgliedsstaaten der UN haben sich darauf verständigt, nicht zuzulassen, dass die globale Erwärmung auf über zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten steigt. Auch für deutsche Unternehmen ist diese Übereinkunft ein „call to action“: Entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette müssen die Betriebe den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen drastisch senken, ihren Energieverbrauch runterschrauben und Produkte sowie Produktionsverfahren überdenken.

Klimaschutz beginnt schon beim Einsatz von Ressourcen. Viele industrielle Rohstoffe sind nur in endlicher Menge vorhanden (beispielsweise Eisenerz) oder nur unter umweltschädlichen Bedingungen abbaubar (etwa Seltene Erden oder Lithium). Je weniger dieser Ausgangsstoffe in der Fertigung benötigt werden, umso besser ist es für die Umwelt – und für die langfristige Versorgungssicherheit der Unternehmen. Die Voraussetzungen für eine hohe Ressourceneffizienz sind gegeben: Durch die Vernetzung ganzer Produktionsanlagen und die Synchronisierung der Maschinen – auch Industrie 4.0 genannt – müssen immer weniger Unternehmen auf Halde produzieren. Stattdessen fertigen Industrieunternehmen immer kostengünstiger individualisierte Einzelstücke oder Kleinserien. Das klimafreundliche Ergebnis: weniger Materialverbrauch und keine Überproduktion.

Hinzu kommt die Kreislaufwirtschaft: Rohstoffe werden immer häufiger recycelt. Manche Materialien eignen sich dafür besser als andere. So kann Stahlschrott zu 100 Prozent wieder in die Stahlerzeugung fließen, dasselbe gilt für Aluminium und Glas. Auch Kunststoff und Pappe lassen sich in großen Mengen dem Kreislauf zuführen. Einige Industrieunternehmen haben jetzt schon Verpackungen aus Vollrecyclat im Einsatz, in den kommenden Jahren dürfte dieser Anteil weiter steigen. Um gewerbliche und private Verbraucher dazu zu bewegen, mehr für den Klimaschutz zu tun, setzt die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzpaket auf eine zusätzliche CO₂-Bepreisung. Demnach müssen Unternehmen, die fossile Kraft- und Heizstoffe in den Verkehr bringen, ab 2021 pro Tonne CO₂ eine Abgabe in Höhe von 25 Euro zahlen. Bis 2025 steigt die Abgabe schrittweise auf 55 Euro. Das wird über die Lieferkette Sprit, Heizöl und Erdgas für alle Kunden verteuern und soll klimafreundliche Technologien fördern. Für energieintensive Industrieunternehmen bedeutet das eine deutliche Erhöhung ihrer Energie- und folglich ihrer Produktionskosten – zusätzlich zu den bereits sehr hohen Abgaben und Umlagen auf Strom... --> zum ganzen Artikel

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