roofguards GmbH: Das ‎Schneelast-Warnsystem ‎aus Neuötting

Vertriebsleiterin Anita Hascher erklärt im Interview, wie der SchneeWächter des Neuöttinger Unternehmens funktioniert und welche Vorteile die Nutzung hat.
 
1. Was macht roofguards und wie kam es dazu?
 
Infolge des Einsturzes der Eishalle 2006 in Bad Reichenhall hat sich der Geschäftsführer der Freudlsperger Beton und Kieswerke GmbH, Tom Roßhuber, Gedanken über eine Möglichkeit gemacht, die Schneelast auf Dächer von Flachdachbauten und weit gespannten Tragwerken mittels eines Wiegesystems zu überwachen. Nachdem es auf dem Markt noch kein durchdachtes Wiegesystem gab, beschloss er, eine Waage zu entwickeln, die dieser Aufgabe gewachsen ist.
 
Zu diesem Zweck gründete man als Tochterunternehmen die Firma roofguards GmbH, über die der SchneelastWächter PP313 vertrieben und auch immer weiterentwickelt und dem aktuellen technischen Stand angepasst wird.
 
2. Wie genau funktioniert der SchneelastWächter? Wie nutze ich ihn als Unternehmen?
 
Der patentierte SchneelastWächter PP313 ist ein wartungsfreies System, das man selbst auf dem Dach aufstellen kann. Zum Betrieb sind eine Stromanbindung sowie eine SIM-Karte nötig.
 
Drei eingebaute Wägezellen erzielen sehr genaue Messergebnisse und eine integrierte Heizung verhindert das Festfrieren des Wägekorbes und gewährleistet somit eine dauerhaft optimale Funktionalität.
 
In einem Datenportal im Internet werden zwei, individuell auf das Dach abgestimmte Warnwerte in kg/m² hinterlegt. Bereits beim Überschreiten des untersten Wertes wird eine Meldung per E-Mail (optional zusätzlich per SMS oder RSS-Feed) an den Kunden versendet.
 
Das Gewicht, des im Wägekorbes befindlichen Schnees, wird per Funk über das GSM-Netz alle 20 Minuten an das Datenportal übermittelt. Livedaten sowie gespeicherte Daten kann der Kunde jederzeit vom Schreibtisch und auch von unterwegs aus via PC, Tablet oder Smartphone einsehen.
 
Durch die Darstellung der gespeicherten Daten als Kurvendiagramm ist es möglich, die Schneeentwicklung auf dem Dach genau zu verfolgen und somit wird eine Tendenz sichtbar, die mittels weiterer Wetterprognosen eine Einschätzung der Gefahr von zu hoher Schneelast berechenbar macht.
 
3. Mit welchen Firmen arbeitet roofguards zusammen? Wie profitieren die Unternehmen davon?
 
Zu den Kunden gehören u.a. die Deutsche Bahn AG, Flughäfen, Kur GmbH Bad Reichenhall sowie viele weitere Auftraggeber aus Industrie, Wirtschaft und öffentlichen Bereichen.
 
Für alle Kunden hat die Sicherheit einer permanenten Schneemessung und die Möglichkeit, die Schneelast-Gefahr auf dem Dach sofort und bequem einschätzen zu können und somit Personen und Gebäude zu schützen, oberste Priorität.
 
Eine Kostenersparnis ergibt sich für die Kunden, nachdem sehr gut beurteilt werden kann, ob eine Beräumung des Daches nötig ist. Bei manuellen Messungen wird viel zu oft beräumt und verursacht somit unnötige Kosten.
 
Letzten Winter wurde der SchneelastWächter PP313 auf dem Schneefernerhaus (Zugspitze) unter Extrembedingungen erfolgreich getestet. Der gemessene Höchstwert lag bei 911,67 kg/m². Diese Bedingungen werden sicherlich nicht bei den Kunden auftreten, aber es gibt diesen schon die Sicherheit, dass man auf die Zuverlässigkeit des SchneelastWächters PP313 vertrauen kann.
 
4. Was kostet in etwa eine Überwachung mit dem roofguards Warnsystem?
 
Die Anschaffungskosten liegen bei rd. 9.900,-- € netto für das komplette System. Die jährlichen Kosten sind sehr gering, da es sich um ein wartungsfreies System handelt.
 
Mehr über das Unternehmen und den SchneelastWächter PP313 erfahren Sie hier.

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