Vorsteuervergütung an deutsche Unternehmer durch ausländische Staaten

Sie oder Ihre Mitarbeiter haben im Rahmen von Geschäftstätigkeiten z.B: in einem EU Mitgliedsstaat oder in einem Drittland getankt, übernachtet oder Maut bezahlt? Dann sollten Sie sich auf den Seiten des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) über die Vorsteuervergütung an deutsche Unternehmer durch ausländische Staaten informieren.
 
Beantragungsverfahren (EU):
Die Anträge auf Vorsteuervergütung sind elektronisch über das BZSt-Online-Portal einzureichen. Papieranträge sind nicht zulässig. Das BZSt prüft, ob der Antragsteller im beantragten Vergütungszeitraum zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und ob ihm die im Antrag angegebene Steuernummer/Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zugeordnet ist. Das BZSt entscheidet dann innerhalb von 15 Tagen über die Weiterleitung des Antrags an den Erstattungsstaat, also den Staat, in dem die Umsatzsteuer vom Unternehmer gezahlt wurde.
Grundsätzliche Informationen und Besonderheiten im Verfahren, die bei der Antragstellung in den anderen EU-Mitgliedstaaten zu beachten sind, finden Sie in der sogenannten „Präferenzliste“. Hier wird gelistet, ob elektronische Kopien der Originalrechnungen erforderlich sind, wie hoch die Grenzwerte in nationaler Währung sind etc. Die Liste finden Sie auf dieser BZSt.-Seite.
 
Beantragungsverfahren (Drittland)
Inländische Unternehmer, die im Drittland Lieferungen oder sonstige Leistungen beziehen, können die Erstattung der ihnen in Rechnung gestellten Vorsteuern dort direkt beantragen. Die für die Antragstellung erforderlichen Formulare, soweit diese dem BZSt bekannt sind, finden Sie auf dieser BZSt-Seite.
 
Alle Angaben ohne Gewähr.
(Quelle: teilw. HKW-Newsletter + BZSt-Seiten)