Flächennutzung: Vorschlag der Grünen löst das Problem nicht

BIHK-Hauptgeschäftsführer Gößl: „Mehr Effizienz statt mehr Auflagen“

 

München (12.07.2019) – Die bayerische Wirtschaft sieht in den heute vorgestellten Plänen der Grünen keinen praktikablen Lösungsweg für das Flächensparen. Größte Kritikpunkte sind für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) das Festhalten an einer gesetzlichen Obergrenze und die Einführung einer Flächen-Kontingentierung. „Wir brauchen mehr Effizienz und nicht mehr Auflagen“, erklärt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Aus Sicht des BIHK muss die Politik Anreize zur effizienteren Flächennutzung setzen. Als mögliche Instrumente nennt Gößl die Einführung eines Baulückenkatasters, eine maßvolle Nachverdichtung, die Revitalisierung von Brachflächen sowie die engere Zusammenarbeit benachbarter Gemeinden beim Flächenmanagement. „Innen statt außen, höher statt breiter und gebündelt statt zerfasert, das sind die großen Linien“, so Gößl.


„Lediglich eine Obergrenze vorzuschreiben hilft den Kommunen beim Flächensparen nicht. Stattdessen entsteht ein künstlicher Wettbewerb zwischen den verschiedenen Nutzungsarten. Die Bedürfnisse von Städten und Gemeinden bei Wohnen, Infrastruktur, Freizeit und Gewerbe dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, ist Gößl überzeugt. Der BIHK-Hauptgeschäftsführer unterstreicht die Notwendigkeit der Selbstverpflichtung zu konkreten Maßnahmen „Wir sind im konstruktiven Dialog mit den Partnern aus Wirtschaft, Politik und Kommunen, um die Rahmenbedingungen für den Standort Bayern achtsam weiterzuentwickeln“.


Laut Bayerischen Landesamt für Statistik sind 88 Prozent der Fläche des Freistaats Wälder, Äcker, Naturland und Gewässer. Gewerbe, Industrie und Handel nehmen nur ein Prozent der Gesamtfläche in Anspruch. Einen deutlich größeren Anteil hat mit drei Prozent der Wohnbau.

 

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