Bayern weiter stark bei Erfindungen

Deutliche Zuwächse bei Patenten für autonomes Fahren und Digitalisierung

 

München (13.03.2019) – Bayern behauptet sich als führender Innovationsstandort. Der Anteil des Freistaates an allen neu erteilten Patenten in Deutschland beträgt 29 Prozent, heißt es in einer vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) veröffentlichten Studie. Bayern übertrifft damit den Bundesdurchschnitt im Verhältnis zu Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl um den Faktor 1,7. Insgesamt haben bayerische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Privatpersonen zuletzt erfolgreich 13.764 Patente registriert. Deutschlandweit wurden 47.889 Patente erteilt. Basis für die Studie sind Zahlen der Patentämter zu den im Jahr 2017 veröffentlichten Patentanmeldungen.

 

Die fünf größten bayerischen Patentanmelder sind die Unternehmen BMW, Siemens, Audi, Schaeffler Technologies und Continental. Die Technologiefelder mit den meisten neuen Patenten sind der Fahrzeugbau, Halbleiter, Getriebe, Kunststoffverarbeitung sowie digitale Datenverarbeitung. Laut Studie befinden sich erstmals drei für die Entwicklung des autonomen Fahrens relevante Technologiegruppen gleichzeitig in den Top 20.


Der BIHK stellt fest, dass der Mittelstand sein Knowhow bislang nur ungenügend mit Patenten sichere. Die Betriebe würden hohe Kosten und die Offenlegung von Betriebsgeheimnissen befürchten, während die Bedeutung der Schutzrechte im Technologiewettbewerb unterschätzt werde. Ein möglichst frühzeitiger Schutz von Erfindungen sei aber essenziell für deren kommerzielle Verwertung, auch von erst später darauf aufbauenden Entwicklungen. Der BIHK empfiehlt den Unternehmen ein Innovations- und Patentmanagement sowie Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Den IHK-Report „Patente in Bayern 2019“ finden Sie nebenstehend zum Download.

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