Bayerische Wirtschaft: Bayernfonds und Soforthilfe sind äußerst wichtige Signale

Coronakrise: BIHK, BHT und vbw begrüßen entschlossenes Vorgehen der Staatsregierung

 

München (16. März 2020) – Die bayerische Wirtschaft bewertet die zusätzlich angekündigten Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung zur Unterstützung von Betrieben, Kleinunternehmen und Selbstständigen als äußerst wichtiges Signal in der sich ausbreitenden Coronakrise. Dies unterstreichen der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK), der Bayerische Handwerkstag (BHT) und die vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die heute Morgen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigten Sofortmaßnahmen seien das Ergebnis enger Abstimmungen der am Freitag einberufenen Task Force. Die Wirtschaftsorganisationen appellieren nun an die Kommunen in Bayern, den Betrieben unkompliziert die Gewerbesteuer zu stunden. Außerdem müsse auf Bundes- und EU-Ebene die Bankenregulatorik kurzfristig angepasst werden, damit alle Finanzinstitute Kreditrückzahlungen stunden und Darlehen ausweiten können, ohne in eine Eigenkapital-Klemme zu kommen.


vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagt: „Ein wesentlicher Bestandteil ist auch der Ausbau von Rückbürgschaften. Mit einem Bürgschaftsschirm von 500 Millionen Euro ist ein kraftvolles Programm entstanden, das in dem Gesamtpaket `Kurzarbeit, Direkthilfe und Finanzschirm´ die Liquidität der Unternehmen jetzt kurzfristig sichern kann. Und nur darum geht es!“


Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), kommentiert: „Die Corona-Auswirkungen auf die Wirtschaft sind noch nicht absehbar. Es wird aber immer deutlicher, dass gerade viele Familienbetriebe sowie Kleinst- und Kleinunternehmen ganz unmittelbar von der Krise getroffen werden. Oftmals haben diese Betriebe nur geringe Liquiditätsreserven. Kurzfristige Einnahmeausfälle können damit sehr schnell in die Insolvenz führen. Die angekündigten Soforthilfen zwischen 5.000 und 30.000 Euro sind in solchen Fällen existenzsichernd.“ Dies betreffe unter anderem Unternehmen aus dem Hotel- und Gaststättenbereich, Betriebe aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie Dienstleister aus allen Bereichen. Die bereits beschlossenen Erleichterungen bei der Kurzarbeit und die Liquiditätshilfen über Bankbürgschaften würden in diesen Branchen aus strukturellen Gründen wenig greifen.

 

Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages (BHT): „Bei der Beantragung von Hilfen aus dem Bayernfonds leisten die Handwerkskammern soweit wie möglich Amtshilfe. Wir wollen dazu beitragen, dass die Mittel schnell ausgezahlt werden können. Welche Hilfen außerdem nötig sind, lässt sich jetzt noch nicht endgültig abschätzen. Das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen, da sich die Lage quasi täglich verändert. Fest steht: In dieser schweren Zeit helfen wir unseren Betrieben nach Kräften und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.“

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