Azubi-Plus in Bayerns Betrieben

BIHK: Kauffrau für Büromanagement und Fachinformatiker sind beliebteste Ausbildungsberufe 2017

 

München (01.02.2018) – Nach einem Rückgang im Vorjahr konnten die bayerischen Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen 2017 wieder mehr Lehrlinge einstellen. Für das abgelaufene Jahr verzeichnet der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) insgesamt 53.380 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe ging dagegen leicht auf 30.899 zurück. Wie in den Vorjahren blieben viele Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt. Die Arbeitsagentur spricht von fast 15.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen.

 

„Die Betriebe tun alles für eine langfristige Trendumkehr in der Ausbildung. Sie kämpfen seit Jahren praktisch um jeden Azubi. Wir alle müssen uns noch mehr auf die duale Berufsbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurückbesinnen. Das betrifft nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik mit ihrem Drang zur Akademisierung. Die Ausbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke“, kommentiert BIHK-Präsident Eberhard Sasse. Dafür haben die bayerischen IHKs und Partner wie das Wirtschaftsministerium in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen, die heuer am 26. Februar startet.

 

Vor allem die Flüchtlinge geben der Ausbildung derzeit einen Schub. 2017 traten in Bayern rund 2.700 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Ländern eine Lehre an, das waren fünf Prozent aller neuen Azubis. „Ohne Flüchtlinge und Einwanderer wäre die Ausbildungsbilanz mit einem dicken Minus äußerst besorgniserregend ausgefallen. Sie sind eine wichtige Stütze“, sagt Sasse.

 

Bei den Top-IHK-Lehrberufen liegt im Freistaat bei Mädchen die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei Buben der Fachinformatiker. In der Gesamtrechnung führen die Einzelhandelskaufleute vor den Kaufleuten für Büromanagement und den Verkäufern. Es folgen Industriekaufleute und Fachinformatiker. Insgesamt wurden Neuverträge in mehr als 200 verschiedenen Berufen abgeschlossen.

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