Ausbildungsstart in Bayern für 40.731 Jugendliche in IHK-Berufen

BIHK-Chef Sasse: „Bewerben lohnt sich!“ / Tausende Lehrstellen noch unbesetzt

 

München (28.08.2020) – Zum Beginn des Ausbildungsjahres in Bayern treten Anfang September 40.731 Jugendliche eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Laut Zwischenbilanz der bayerischen IHKs ist die Zahl der Ver-tragsabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen.


„Die sinkende Zahl an Schulabgängern wie auch die Auswirkungen der Coronakrise, vor allem der Stillstand in den Unternehmen während des Lockdowns, sind im Ausbildungsbereich deutlich zu spüren. Viele Vertragsabschlüsse haben sich verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin händeringend nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit vielen Neuverträgen rechnen. Grundsätzlich ist der Start in eine Ausbildung in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb das ganze Jahr über möglich“, erklärt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags e.V. (BIHK).


Sasse betont: „Laut Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft ist Bayern auch 2020 bundesweit führend in der beruflichen Bildung. Bei uns finden Schulabgänger das beste Ausbildungsstellenangebot. Selbst unter Corona-Bedingungen bestätigen laut einer aktuellen Umfrage drei von vier bayerischen Ausbildungsbetrieben, dass die Ausbildung normal weiterläuft. Gut ein Drittel der Betriebe ermöglicht seinen Azubis bei-spielsweise auch das Arbeiten im Home Office.“ Auch wenn in vielen Betrieben – insbe-sondere im Tourismus, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Eventwirtschaft oder auch im Einzelhandel – die Bewältigung der Corona-Krise an erster Stelle steht, wissen die Unternehmen, dass sie sich mit eigenem Fachkräftenachwuchs bestmöglich für die Zukunft aufstellen.


Der BIHK-Präsident verweist zudem auf die guten Karriereaussichten im Anschluss an eine Berufsausbildung: „Die hohe Qualität der Ausbildung in unseren Betrieben und Berufsschulen legt den Grundstein für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben, das viele Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Die Vorteile einer Berufsausbildung müssen wir noch stärker bekannt machen. Wichtig ist am Ende, dass wir jeden ausbildungswilligen Jugendlichen auch davon überzeugen und für eine Ausbildung in der bayerischen Wirtschaft gewinnen.“


Laut Arbeitsagentur sind derzeit noch 38.495 Ausbildungsplätze im Freistaat offen, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. Diesen freien Stellen stehen 18.835 als unversorgt gemeldete Bewerber gegenüber (Stichtag 21. Juli 2020). Rein rechnerisch hat damit jeder Bewerber die Wahl zwischen mehr als zwei Lehrstellen. Sasse ermutigt deshalb bislang erfolglose oder noch unentschlossene Schulabgänger, sich weiter für eine Ausbildung zu bewerben. „Unser Ziel ist es, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger in Bayern auch einen Ausbildungsplatz erhält.“


Zu den drei beliebtesten IHK-Ausbildungsberufen im Freistaat zählen auch heuer die Einzelhandelskaufleute, die Kaufleute für Büromanagement und die Verkäufer. Jugendliche
in Bayern lassen sich in rund 250 verschiedenen IHK-Berufen ausbilden. Insgesamt gibt es aktuell über 28.000 IHK-Ausbildungsbetriebe. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind noch unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

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