• Foto: Goran Gajanin für den BIHK

Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (li.) und BIHK-Präsident Eberhard Sasse bei der Übergabe des Förderbescheids

1.600 Azubis als Berufsberater in bayerischen Klassenzimmern unterwegs

41.000 Schüler erreicht / IHKs und Wirtschaftsministerium setzen „AusbildungsScouts“ fort

 

München (13.04.2018) – Das Projekt „AusbildungsScouts“ des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) zur besseren Berufsorientierung bayerischer Schüler wird nach erfolgreicher Zwischenbilanz verlängert. Seit Februar 2016 haben mit Förderung des bayerischen Wirtschaftsministeriums mehr als 1.600 zu AusbildungsScouts geschulte Azubis aus bayerischen Betrieben die Vielfalt der Lehrberufe und die guten Karrierechancen durch eine Ausbildung in den Klassenzimmern vorgestellt. Es wurden rund 41.000 Schüler an fast 500 Schulen im Freistaat erreicht, darunter auch über 100 Gymnasien.

 

Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) übergab heute in Feldkirchen-Westerham (Lkr. Rosenheim) bei einer Veranstaltung mit AusbildungsScouts aus dem ganzen Freistaat den Projektförderbescheid für die nächsten drei Jahre in Höhe von knapp über 900.000 Euro an BIHK-Präsident Eberhard Sasse. Die bayerischen IHKs tragen die restlichen 60 Prozent der Projektkosten.

 

„Der demografische Wandel und die zunehmende Akademisierung werden den Mangel an beruflich qualifizierten Fachkräften in den nächsten Jahren verschärfen. Gleichzeitig denken viele Jugendliche überhaupt nicht an eine Ausbildung als möglichen Start ihrer beruflichen Laufbahn oder haben unrealistische Vorstellungen von der Lehre. Eine bessere Berufsorientierung ist das Gebot der Stunde und hilft auch dabei, Ausbildungsabbrüche zu verhindern“, sagte BIHK-Präsident Sasse.

 

Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer führte aus: „Die berufliche Ausbildung ist ein hervorragender Start ins Berufsleben und bietet beste Karrierechancen. Bei der Vielzahl an interessanten Berufsbildern ist es für viele Jugendliche oft schwierig, den für sie passenden Weg zu finden. Daher haben wir gemeinsam mit den bayerischen IHKs das Projekt 'AusbildungsScouts' gestartet. Scouts haben in ganz Bayern Schülerinnen und Schülern über ihre eigene Ausbildung informiert und ihre ganz persönlichen Erfahrungen aus der Praxis berichtet. Die AusbildungsScouts bieten damit einen echten Mehrwert bei der Berufsorientierung und vereinfachen den Einstieg für viele. Das praxisbezogene Informations-Projekt ist somit eine ideale Ergänzung zu den Informationsmöglichkeiten an Schulen.“

 

Bayernweit ist die Zahl der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Prozent auf 53.380 gestiegen. „Von einer Trendwende oder Entspannung sind wir aber weit entfernt“, unterstrich Sasse den massiven Bewerbermangel in der Berufsausbildung. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage bieten die bayerischen Unternehmen immer mehr Ausbildungsplätze an, während die Zahl der Interessenten abnimmt. So waren nach Beginn des aktuellen Ausbildungsjahrs laut Statistik der Arbeitsagentur noch über 14.000 Lehrstellen in Bayern unbesetzt. Diesen standen nur rund 1.200 unversorgte Bewerber gegenüber. Die IHKs stehen für rund 60 Prozent der Ausbildungsverhältnisse im Freistaat.

Weitere Informationen

Hier finden Sie BIHK-Publikationen, Positionierungen und Stellungnahmen zum Download.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen, Bildmaterial sowie Ansprechpartner für Presseanfragen.