Vetreter aus Bayern und Dänemark diskutierten über aktuelle Herausforderungen in der Energiewirtschaft

Dialog der bayerischen und dänischen Wirtschaft zu Energiethemen

Aufbauend auf dem seit 2015 stattfindenden Energie Dialog mit europäischen Nachbarregionen, fand am 7. November 2017 ein Treffen von Vertretern der bayerischen und dänischen Wirtschaft zum Austausch über energiepolitische Themen statt. Vertreter der Expertengruppe Energie des dänischen Industrieverbandes sowie von Energieversorgern, Ministerien und der dänischen Energieagentur nahmen an dem vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) und der Deutsch-Dänischen Industrie- und Handelskammer organisierten Dialog in Kopenhagen teil. Für die Teilnehmer beider Regionen wurde deutlich, dass viele ähnliche Herausforderungen bestehen.

 

In Dänemark liegt der Anteil der Windenergie an der gesamten Elektrizitätsproduktion bei rund 40% - für 2022 wird gar ein Anteil von 70% angepeilt. Die im europäischen Vergleich sehr stabile Stromversorgung in Dänemark, kann jedoch nur aufgrund der gut ausgebauten Transportkapazitäten mit Norwegen und Schweden gewährleistet werden. Bayern steht die Verbesserung des grenzüberschreitenden Netzausbaus erst noch bevor. Da der Anteil der grundlastfähigen Kraftwerke in den nächsten Jahren stark abnehmen wird, ist der Ausbau der grenzüberschreitenden Leistungen ein unabdingbares Ziel für die Region geworden.

 

Mit Blick auf das Clean Energy Package wurden sich die Vertreter beider Seiten schnell einig, dass noch Verbesserungsbedarf besteht. Während Besteuerungen und Abgaben auf erneuerbare Energietechnologien für Dänemark ein Hindernis in der Energiewende darstellen, ist es für Bayern insbesondere wichtig eine weitere Aufspaltung von Preiszonen zu verhindern. Auch erheben die Dänen bereits seit 1992 eine CO2-Steuer. Einer europaweiten Einführung einer solchen Steuer, steht Dänemark aus diesem Grund nicht kritisch gegenüber.

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