Viele bayerische Betriebe stehen vor Generationswechsel

In vielen inhabergeführten Unternehmen wird in den nächsten Jahren aus ‎Altersgründen der Chefsessel frei. Bis zu einem Sechstel aller Betriebe sind allein in den ‎kommenden zwei Jahren betroffen, heißt es etwa in einer Studie der KfW Bankengruppe. Auf Bayern gerechnet wären dies mehr als 100.000 Unternehmen mit rund ‎‎800.000 Arbeitsplätzen, teilt der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) ‎mit. „Die Unternehmensnachfolge zu sichern wird für den bayerischen Mittelstand zu ‎einer immer größeren Herausforderung“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. „Zum ‎einen erreichen immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer das Ruhestandsalter, ‎gleichzeitig gibt es wegen des nachlassenden Gründergeists weniger Interessenten für ‎eine Übernahme“, so Sasse. Außerdem geht die selbstbewusste nächste Generation ‎zunehmend eigene Wege, was die Übergabe in Familienunternehmen erschweren ‎kann. Hinzu kommt, dass viele Senior-Chefs das Thema Nachfolge vermeiden und das ‎Planen des Abschieds aus dem Unternehmen vor sich herschieben. „Damit steigt das ‎Risiko, dass die Übergabe nicht optimal geregelt werden kann“, so der BIHK-Präsident.‎

 

Am Aktionstag, Mittwoch, dem 21. Juni, bieten die bayerischen IHKs Senior-‎Unternehmern und potenziellen Nachfolgern in vielfältigen Veranstaltungen in ganz ‎Bayern Informationen zur geregelten Betriebsübergabe an. Dazu gehören eine Tele-fonaktion der IHK Würzburg-Schweinfurt, ein „Tag der Unternehmensnachfolge für ‎Senior-Unternehmer und potenzielle Übernehmer“ der IHK Regensburg für Oberpfalz / ‎Kelheim auf dem Golfplatz Gut Deutenhof in Bad Abbach sowie Vortrags- und Bera-‎tungsveranstaltungen in Aschaffenburg, Fürstenfeldbruck, Lauben (Oberallgäu), Mühl-dorf am Inn, München, Neusäß und Wunsiedel.‎

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