Imagekampagne Elternstolz

Ilse Aigner stellt Kampagnengesichter vor

 

Es war ein großer Moment für die Darsteller und Macher der Initiative: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat am 24. Februar auf der Internationalen Handwerksmesse in München „die Gesichter“ der Imagekampagne „Elternstolz“ ausgezeichnet. Rund 90 Eltern-Kind-Paare hatten sich als Kandidaten beworben. Für die gemeinsame Kampagne von Staatsregierung, bayerischen IHKs und Handwerkskammern wurden 13 Mütter oder Väter mit Sohn oder Tochter ausgewählt. Bedingung: Die Kinder müssen tatsächlich eine Ausbildung machen. Die Idee: Menschen aus dem wirklichen Leben und mit echten Erfolgsgeschichten sollen werben für die „Karriere mit Lehre“. Die Testimonials aus allen Teilen Bayerns sind auf Plakatwänden und im Kino zu sehen und im Radio zu hören. Auf der Handwerksmesse hat Aigner den teilnehmenden Eltern-Kind-Paaren als Dankeschön jeweils einen Scheck über 1.000 Euro für einen Urlaub in Bayern überreicht. Die Sieger-Paare wurden mit einem Kurz-Porträt der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Mädchen scheuen technische Berufe
 
Aigner nannte Kampagnen wie Elternstolz als unverzichtbar, um das nötige Umdenken in der Gesellschaft zu fördern. Sie sagte, schon heute fehlten der Wirtschaft Bayerns 110.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte. Gleichwohl werde der Beginn einer Ausbildung immer noch mit dem Verlust aller Karrierechancen gleich gesetzt. Aigner sagte, sie sei das lebende Gegenbeispiel. Sie habe es mit einer Ausbildung als Radio- und Fernsehtechnikerin offensichtlich ziemlich weit gebracht. „Ich bin meinen Weg gegangen“, sagte Aigner. Diesen Biss vermisse sie heute bei vielen jungen Frauen. Aigner beklagte viele verpasste Ausbildungschancen, weil die Mehrheit der Mädchen sich nur für einen sehr kleinen Teil der 330 möglichen Ausbildungsberufe interessieren würde. Aigner sagte, diesem Trend müsse man mit Aktionen wie Girl’s Day und Mädchencamps stoppen. Dafür plädierte auch BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Er erklärte, das Umdenken müsse in den Schulen und im Elternhaus beginnen. Selbst an Weihnachten werde die klassische Rollenteilung zementiert: den Technikbaukasten für den Sohn, das rosa Märchenschloss für die Tochter.

 

Bildunterschrift:
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, der Hauptgeschäftsführer des bayerischen Industrie- und Handelskammertages Peter Driessen sowie der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern Georg Schlagbauer mit den Eltern-Kind-Paaren der Kampagne 'Elternstolz' und Vertretern der IHKs und HWKs, Quelle: Wirtschaftsministerium
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