Bayern ist Erfinderland

München – Bayern ist Spitzenreiter bei Patenten: Der Anteil des Freistaates an den deutschen Anmeldungen beläuft sich auf 29 Prozent. Diese Zahl veröffentlicht der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) in der dritten Ausgabe des Reports „Patente in Bayern“, der die aktuellen Statistiken aus dem Jahr 2015 zusammenfasst. Insgesamt wurden 2015 13.744 Patente veröffentlicht.
Bei der letzten Erhebung lag der Anteil Bayerns bei 26 Prozent.

 

„Pro Jahr investieren die bayerischen Unternehmen rund 12 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deshalb verfügt unsere Wirtschaft über eine außerordentlich hohe Innovationsfähigkeit“, erklärt BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Nur in Baden-Württemberg sind diese Ausgaben noch höher. Um die Unternehmen in der betrieblichen Forschung und Entwicklung zu unterstützen, fordert der BIHK eine steuerliche Forschungsförderung. Bayern übertrifft zudem den Bundesdurchschnitt an Patentanmeldungen im Verhältnis zu Wirtschaftskraft, Einwohnerzahl und Unternehmenszahl. Nach diesen Berechnungen sind die Bezirke Mittelfranken, Oberfranken und Oberpfalz sogar doppelt so stark.

 

Die meisten bayerischen Patentanmeldungen kommen aus Oberbayern mit einem Anteil von 44,3 Prozent. Am meisten Patente melden die Unternehmen in den Technologiebereichen „Halbleiter“, „Fahrzeugbau“ sowie „Medizintechnik“ an. Betrachtet man die bayerischen Anteile aller Patente in Deutschland, steht mit 60,5 Prozent der Bereich „Ventiltechnik“ an der Spitze, gefolgt von den Bereichen „Wellen und Kugellager“ (53,4 Prozent) und „Halbleiter“ (47,7 Prozent).

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