BIHK fordert mehr Mittel für stark nachgefragtes Förderprogramm ‎

Driessen: „‘Digitalbonus‘ schon jetzt Kronjuwel in der bayerischen Technologieförderung

 

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) setzt sich für eine Aufstockung des „Digitalbonus“-Förderprogramms ein. Mit diesem Projekt unterstützt das bayerische Wirtschaftsministerium seit Oktober 2016 kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung. In einer heutigen Bilanz teilte das Ministerium mit, dass bislang 1.700 Unternehmen einen Förderantrag gestellt haben.

 

„Die überwältigende Nachfrage zeigt, dass der Freistaat mit dem Fokus auf Digitalisierung einen Nerv im bayerischen Mittelstand getroffen hat. Der ‚Digitalbonus‘hat in kürzester Zeit den Rang eines Kronjuwels unter den bayerischen Technologieförderprogrammen erreicht. Das Angebot trägt höchst wirksam dazu bei, unsere Unternehmen im Freistaat zukunftsfest in den Bereichen Digitalisierung, IT und IT-Sicherheit zu machen“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Die bayerischen IHKs hatten die Einführung des „Digitalbonus“ bereits im Frühjahr 2015 angeregt. „Nach dem bisherigen Run auf das Förderinstrument scheint allerdings immer deutlicher zu werden, dass das diesjährige Budget nicht für alle Anträge ausreicht. Es wäre jammerschade, wenn sinnvolle und den Programmrichtlinien entsprechende Förderanträge wegen Geldmangel abgelehnt werden müssten“, so Driessen weiter. Der BIHK spricht sich daher für ein Vorziehen von Mitteln der Folgejahre aus. Alternativ könne das bis 2020 mit insgesamt 80 Millionen Euro dotierte Programm deutlich aufgestockt werden, damit eine durchgehende Finanzierung auch für 2017 gewährleistet ist.

 

Eine aktuelle BIHK-Umfrage ergab einen hohen Digitalisierungsbedarf im bayerischen Mittelstand. Kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern bewerten ihren Digitalisierungsgrad durchschnittlich mit der Schulnote Drei minus. Nur 7 Prozent betrachten sich als digital voll entwickelt. Lediglich in der unteren Hälfte der Digitalisierungsskala sehen sich dagegen fast 40 Prozent der Betriebe.

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