Reform der Berufsausbildung: Dual mit Wahl

Die Wettbewerbsfähigkeit der betrieblichen Ausbildung muss gesichert werden. Deshalb treten die bayerischen IHKs für eine Reform der Dualen Ausbildung ein. Hintergrund: Der technische Fortschritt und die zunehmende Arbeitsteilung haben zu einer immer stärkeren Differenzierung der Berufe geführt. Häufig sind neue Berufe völlig überladen. Wegen der eng geschnittenen Berufsbilder wird es immer schwieriger, flächendeckenden Berufsschulunterricht anzubieten. Auch die Prüfungen werden in vielen Berufen oft zu kompliziert, zu teuer und für die ehrenamtlichen Prüfer kaum noch zu bewältigen.

Deshalb schlägt die IHK-Organisation das Modell 'Dual mit Wahl' vor. Das Modell gliedert sich in zwei Ausbildungsabschnitte:

  • Im ersten Abschnitt, der zwischen einem und zwei Jahren dauert, werden grundlegende Qualifikationen einer Branche oder Berufsgruppe vermittelt, die Kernkompetenzen. Das heißt, bei verwandten Berufen kann ein Teil der Ausbildung gleich ablaufen. Dies ermöglicht auch gemeinsamen Berufsschulunterricht.
  • Im zweiten Ausbildungsabschnitt, der bis zur Abschlussprüfung dauert, entwickelt der Jugendliche die Kompetenzen für seinen speziellen Beruf. Der Betrieb wählt dabei aus bestimmten Modulen für den  Beruf aus. Beispielsweise kann beim Immobilienkaufmann zwischen 'Verkauf von Gewerbeimmobilien' und 'Verkauf von Privatimmobilien' ausgewählt werden.

So können nach diesem Modell sowohl zwei- als auch dreijährige Berufe ablaufen.

Zudem soll die Abschlussprüfung gestreckt ablaufen. Nach der Ausbildung in den Kernkompetenzen gibt es eine Prüfung, ebenso nach den profilgebenden Kompetenzen.

DIHK AHK

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