Exportvizeweltmeister stellt sich selbst ein Bein

Die bayerischen Industrie- und Handelskammern protestieren vehement gegen die Gelangensbestätigung. In einem Brief an den bayerischen Finanzminister Markus Söder betonen sie, dass sich der Exportvizeweltmeister mit dieser Regelung, die in keinem anderen europäischen Land existiere, selbst ein Bein stelle. Mit der Gelangensbestätigung gilt eine Lieferung in die EU nicht mehr ab Werkstor als von der Umsatzsteuer befreit, sondern erst, wenn der Abnehmer den Erhalt der Ware bestätigt.

 

Die bayerischen IHKs fordern  deshalb, dass die Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung geändert wird. Bislang gelten die alten Regelungen noch bis zur Jahresmitte, danach müssen die Unternehmen die Gelangensbestätigungen abgeben. "Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der Exportvizeweltmeister eine hausgemachte exporthemmende Regelung erlässt", heißt es in dem IHK-Brief an Söder. Der Kunde in der EU muss die Ankunft der Ware bestätigen, sonst ist die innergemeinschaftliche Lieferung nicht mehr steuerfrei.

 

Die IHKs betonen, dass Unternehmen anderer EU-Mitgliedstaaten einen Nachweis wie die Gelangensbestätigung nicht  erbringen müssen. Söder, so der Brief, solle sich deshalb für eine praktikable und wettbewerbsfreundliche Änderung der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung einsetzen.

DIHK AHK

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