IHK trauert um ihren Präsidenten Erich Greipl ‎

Bayerische Wirtschaft verliert Fürsprecher des ehrbaren Unternehmertums

 

Die IHK für München und Oberbayern trauert um ihren langjährigen Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erich Greipl, der am Dienstag (02.07.2013) im Alter von 72 Jahren in München gestorben ist. „In Erich Greipl verlieren wir einen Präsidenten, der mit seinem humanistisch geprägten Menschenbild Tag für Tag die Werte des ehrbaren Kaufmannes lebte. Sein ehrenamtliches Engagement sowie sein Gerechtigkeitssinn setzten Maßstäbe“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Seine hohe Kompetenz in allen wirtschaftlichen Fragen verschafften ihm hohes Ansehen bei den bayerischen Unternehmen und der Politik. „Er nannte die Dinge stets beim Namen und benötigte keine lauten Töne, um gehört zu werden“, so Driessen.
 
Greipl stand seit Juli 2004 an der Spitze der mit rund 382.000 Mitgliedern größten deutschen IHK. Zugleich vertrat er als Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages BIHK die Interessen der gesamten bayerischen Wirtschaft. Greipl war bereits seit Juli 1996 Mitglied der Vollversammlung und Vizepräsident der IHK München.
 
Als Metro-Aufsichtsratsmitglied und langjähriger Geschäftsführer der Otto Beisheim Vermögensverwaltungs GmbH war er ein ausgewiesener Kenner der nationalen wie internationalen Handelsstrukturen. Neben weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten in zahlreichen Handelsverbänden lehrte er über 37 Jahre als Honorarprofessor an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim.
 
„Sein Herz schlug vor allem für den Mittelstand, für ihn der eigentliche Kern unserer Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Driessen. Der Fachkräftenachwuchs war ihm besonders wichtig. So warb er erfolgreich bei Unternehmerkollegen für zusätzliche Ausbildungsplätze. Darüber hinaus plädierte er nachdrücklich für eine Konsolidierung der Haushalte, die zugleich den Unternehmen steuerpolitisch die Luft zum Atmen lässt. Er geißelte Bürokratismus und kämpfte für unternehmerische Freiheit, die für ihn stets untrennbar mit Verantwortungsbewusstsein verbunden war. „Sein Tod wird nicht nur in der bundesweiten IHK-Organisation eine große Lücke hinterlassen. Unser Mitgefühl gilt besonders seiner Familie“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Driessen.

 

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