Welche Lehrstellenlücke?

Bei Nachvermittlungsaktionen in Bayern überwiegt Angebot Nachfrage

Von einer Lehrstellenlücke kann in Bayern nicht die Rede sein. Darauf weist der Bayerische Industrie- und Handelskammertag, BIHK, angesichts der Daten zu den Nachvermittlungsaktionen hin. Laut Statistik der Arbeitsagenturen gab es zum 30. September noch 3.005 nicht versorgte Bewerber um einen Ausbildungsplatz. Von ihnen wurden 1.829 zu den Nachvermittlungen eingeladen. Zu den Lehrstellenbörsen sind letztendlich nur 914 Bewerber erschienen. Ihnen standen 5.712 noch offene Ausbildungsstellen bei Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk in Bayern zur Verfügung. Dazu kamen noch 2.563 Angebote für Einstiegsqualifizierungen. Jeder Jugendliche, der dort erschien, hatte statistisch die Wahl unter neun Angeboten. „Bei diesem Überangebot von Lehrstellen spricht man landläufig von freier Auswahl und nicht von Mangel“, betont BIHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. Letztendlich hätten die Unternehmen Probleme, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

DIHK AHK

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