IHK-Demografierechner ab sofort online

Kostenloses Analyseinstrument für Unternehmen

Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel werden die Arbeitswelt in den kommenden Jahren spürbar verändern. Doch viele Unternehmen wissen nicht, wie sich dieser Wandel auf die Alterszusammensetzung ihrer Belegschaft auswirken wird. Die bayerischen IHKs haben deshalb zusammen mit der WifOR Wirtschaftsforschung GmbH den IHK-Demografierechner Bayern entwickelt. Dieses kostenlose Analyseinstrument ermöglicht einen schnellen Überblick über die Altersstruktur in einem Unternehmen und den Fachkräftebedarf bis in das Jahr 2025, auch im Vergleich zur Branche und zur Region.

Derzeit gibt es in Bayern 4,1 Millionen Fachkräfte mit einer dualen oder akademischen Ausbildung. Bis zum Jahr 2025 werden den Unternehmen 320.000 weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen, ein Rückgang von 8 %. "Bessere Wettbewerbsbedingungen haben deshalb diejenigen Unternehmen, die diese Entwicklung schon heute einkalkulieren und ihre Personalstruktur demografiefest ausrichten", sagte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, BIHK, bei der Präsentation des Rechners.

Das neue Online-Instrument stellt die Altersstruktur in einem Unternehmen und das Durchschnittsalter der Mitarbeiter allgemein und einzelner Berufsgruppen bis in das Jahr 2025 dar. Der Unternehmer kann ablesen, wie viele Stellen, die durch Rente oder Fluktuation frei werden, er jährlich neu besetzen muss. Diesen Fachkräftebedarf kann er auch für einzelne Berufsgruppen ermitteln.

Altersstruktur und Durchschnittsalter lassen sich mit Hilfe des IHK-Demografierechners auch im Branchen- oder Regionenvergleich darstellen. "Diese Information erleichtert es den Unternehmen, sich selbst einzuschätzen und ihre Personalmaßnahmen auch entsprechend der Wettbewerbssituation in der Region auszurichten", so Driessen.

Der IHK-Demografierechner ist eine Weiterentwicklung des IHK-Fachkräftemonitors Bayern, der Angebot und Nachfrage nach Fachkräften insgesamt, in einzelnen Berufen, Regionen und Branchen bis zum Jahr 2025 anzeigt. Durch die Verknüpfung mit den Daten des Fachkräftemonitors können nun erstmals in einem Demografierechner Unternehmensdaten mit der Fachkräfteentwicklung in der Region und in einzelnen Branchen abgeglichen werden. "Der Nutzer kann ermitteln, wie die Arbeitsmarktsituation für die gesuchten Fachkräfte zu dem Zeitpunkt aussieht, zu dem er offene Stellen nachbesetzen muss - sowohl in der Region wie für die einzelnen Branchen", sieht Driessen den Vorteil.