Positive Zwischenbilanz der Hauptschulinitiative

Eine positive Zwischenbilanz zur Hauptschulinitiative haben Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider, der Präsident des Handwerkstags in Bayern, Heinrich Traublinger, der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags BIHK, Dr. Reinhard Dörfler, und der Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Geschäftsführer der vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.), Dr. Christof Prechtl, in München.gezogen „Die Investition in die Hauptschülerinnen und Hauptschüler lohnt sich – es geht um unsere Kinder und Jugendlichen“, so Minister Schneider. 

„Die Hauptschülerinnen und –schüler in Bayern sind leistungsfähig“, betonte Schneider. „Wir müssen allen unseren jungen Menschen bestmögliche Bildungschancen eröffnen“. Deshalb entwickle Bayern z.B. die Hauptschule zu einer berufsorientierten Schule weiter: „Diese sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler mit der Ausbildungsreife verlassen.“ Schneider möchte auch den Anteil der Schüler, die den Mittleren Bildungsabschluss an der Hauptschule erreichen, erhöhen. Zur Hauptschulinitiative gehört auch der Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen , damit die Schülerinnen und Schüler, die Bedarf an mehr Förderung haben, gezielt vorangebracht werden

Dörfler betonte, dass ohne Hauptschüler gar nichts läuft. 'Die Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung brauchen die bayerischen Hauptschulabsolventen, um ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern.' Jeder dritte Ausbildungsvertrag, der von bayerischen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung abgeschlossen werde, trage die Unterschrift eines Hauptschulabsolventen - im Jahr 2007 immerhin 18.761 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. In 127 von 143 Ausbildungsberufen werden Hauptschulabsolventen ausgebildet. Sie profitieren von der Belebung des Ausbildungsmarktes. Bis Ende Mai wurden in Bayern bei Industrie, Handel und Dienstleistung 25.611 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind 9,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dörfler sprach sich für eine Kofinanzierung der bayerischen Staatsregierung der vertieften Berufsorientierung aus, die die Agenturen für Arbeit an Hauptschulen anbieten. 'Die Kofinanzierung der vertieften Berufsvorbereitung ist eine Bildungsausgabe mit hoher Rendite', so Dörfler.'

Heinrich Traublinger, MdL, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), unterstrich: 'Hauptschule und Handwerk sind in Bayern traditionell eng miteinander verbunden. Rund zwei Drittel aller Lehrlinge im bayerischen Handwerk haben vor ihrer Ausbildung die Hauptschule besucht – in den jüngsten Jahren hat dieser Anteil sogar noch einmal leicht zugenommen. Gerade vor diesem Hintergrund ist eine starke Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik besonders wichtig. Das bayerische Handwerk unterstützt daher die Hauptschulinitiative ausdrücklich. 2007 haben unsere Betriebe insgesamt über 32.000 Lehrverträge neu abgeschlossen. Das bedeutet, über 21.000 Hauptschülerinnen und Hauptschüler haben im bayerischen Handwerk eine Lehrstelle gefunden.'

Dr. Christof Prechtl von der vbw betonte: „Die qualitative Weiterentwicklung der Hauptschulen ist für einen erfolgreichen Start der Schüler in die Ausbildung unverzichtbar.  

DIHK AHK

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