Anzahl der Ausbildungsplätze weiter gestiegen
IHKs melden knapp zehn Prozent mehr Lehrstellen
Der Lehrstellenmarkt in Bayern boomt. Bis Ende Juli 2007 ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei den IHK-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent gestiegen. Damit haben seit Jahresbeginn über 37.000 Jugendliche bei Industrie, Handel und Dienstleistung in Bayern einen Ausbildungsplatz gefunden. „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber jungen Menschen sehr ernst nehmen und die Verlängerung des erfolgreichen Ausbildungspaktes der richtige Weg ist“, sagt Erich Greipl, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, BIHK.
Für diejenigen Jugendlichen, die noch keine Lehrstelle gefunden hätten, sei, so der Präsident, der Zug noch längst nicht abgefahren, denn noch gäbe es genügend freie Stellen und Verträge würden noch bis Ende des Jahres geschlossen. Jugendliche sollten sich aber bei ihrer Suche nicht nur auf einen einzigen Berufswunsch konzentrieren, sondern auch die Chancen von Alternativen nutzen. Andererseits werde es auch für die Unternehmen immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden. Nach einer online-Umfrage der bayerischen IHKs konnten im vergangenen Jahr zehn Prozent der Betriebe ihre Lehrstellen nicht besetzen. Fast 60 Prozent gaben als Grund an, keine passenden Bewerber gefunden zu haben. Bei immerhin 24 Prozent der Befragten haben die Jugendlichen ihre Ausbildung trotz Vertrag nicht angetreten. Und sieben Prozent der Unternehmen haben überhaupt keine Bewerbungen erhalten. „Dieses Problem könnte sich sogar noch verschärfen, weil die Zahl der Schulabgänger in den kommenden Jahren kontinuierlich sinkt“, befürchtet Greipl.