Auf dem Ausbildungsmarkt fehlen Bewerber

Die bayerische Wirtschaft engagiert sich weiterhin stark in der Ausbildung, findet aber geeignete Bewerber selbst mit der Lupe kaum. Dass die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zurückgegangen ist, liegt am Bewerbermangel. Die Probleme der Unternehmen, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen und den Fachkräftenachwuchs zu sichern, wachsen, so Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages BIHK bei der Vorstellung der Bilanz des Ausbildungspaktes.

 

Die bayerische Wirtschaft sei mit der Bilanz des Ausbildungsjahres nicht zufrieden, so Driessen. Die rückläufige Anzahl der Schulabgänger, der Trend zu weiterführenden Schulen und ein hoher Anteil von Schülerinnen und Schülern mit mangelnder Ausbildungsreife mache es den Unternehmern schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ziel müsse ein starkes und leistungsfähiges Bildungssystem sein, in dem alle Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Bildungspotenzial voll ausschöpfen können.

 

Seit Januar 2009 haben die bayerischen IHKs im Rahmen des Ausbildungspaktes weitere 3.600 Betriebe mit einem Ausbildungsplatzpotenzial von 4.240 Lehrstellen neu für die duale Ausbildung gewonnen. Rund 51.000 bayerische Schulabgänger haben bis 30. September einen Ausbildungsvertrag bei Industrie, Handel und Dienstleistung in Bayern abgeschlossen, das sind 9,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

 

In Bayern gibt es derzeit nur noch 687 Jugendliche, die noch eine Lehrstelle suchen, so Rainer Bomba, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern. „Es ist äußerst erfreulich, dass wir nun rein rechnerisch jedem jungen Menschen in Bayern mindestens eine Ausbildungsstelle oder zusätzlich noch eine andere Option anbieten konnten. Für alle unversorgten Bewerber beginnt nun die Nachvermittlungsaktion. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, wird jeder junge Mensch benötigt, um dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können“, so Bomba.

DIHK AHK

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